Geschichten statt Schokolade

„Du stellst meine Füße auf weiten Raum.“ (Psalm 31)

Willkommen zum #geschafft!-Adventskalender! 2025 - 10 Jahre nach dem „Wir schaffen das!“ von 2015 - veränderte Zeiten. Es lohnt sich und wärmt, an Solidarität und Miteinander zu erinnern und den Erfolgen Zeit und Wertschätzung zu schenken. Daher haben wir dieses Jahr #geschafft!-Geschichten gesammelt. Sie erzählen von Stärke und von Zusammenhalt und davon, wie entscheidend es ist, dass der Boden unter den Füßen fest und verlässlich ist, der eigene Stand sicherer wird und der Raum um eine:n herum verlässlich und freundlich. Beeindruckende große Leistungen werden sichtbar und auch kleine, oft kaum sichtbare, aber manchmal hart errungene Erfolge; Dinge, die auf dem Weg gelernt wurden, auch Zweifel und Hindernisse. Und immer wieder wird deutlich, dass so viel schaffbar ist, wenn wir zusammenstehen, uns gegenseitig stärken und unterstützen.

Bis Weihnachten möchte der Kalender Sie und Euch begleiten mit 24 Geschichten, erzählt von Geflüchteten und Unterstützer:innen, die mit uns in Hamburg, Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern leben. Die Erzählungen wollen nicht hinter ihren Türchen bleiben. Was wir miteinander Gutes schaffen können, soll gesehen, gehört und wahrgenommen werden. Weite Tore und Herzen, Menschenwürde für jeden einzelnen Menschen, sichere Orte. Die Adventszeit lebt ja von dieser Hoffnung, dass die Welt eine bessere werden kann!

Mögen die Geschichten von Rama, Adam, Maricela und all den weiteren Nachbar:innen bei uns in der Nordkirche den Glauben daran stärken, dass wir etwas Gutes bewirken können. Ich wünsche uns dieses Jahr besonders, dass wir uns darauf besinnen können, was wir gemeinsam erreichen und schaffen können für eine Welt, die adventlicher, weihnachtlicher, solidarischer werden kann und muss.

Allen Erzählenden danken wir sehr für ihre Offenheit und ihren Mut und den weiteren Mitwirkenden für ihr Engagement. Besonders freuen wir uns über die erneute Kooperation mit der Nachrichtenplattform Amal Hamburg. Den Geschichten wünschen wir viele Leser:innen und dem Adventskalender eine weite Verbreitung. Wir werden uns weiter für den Schutz von Geflüchteten einsetzen und mitwirken an einer Kirche und einer Gesellschaft, die entschieden eintreten für Menschenrechte, die Empathie fördern und ermutigen zu Solidarität. Denn dann stehen wir zusammen auf weitem, sicheren Raum - nicht nur im Advent, aber gerade dann!

Dietlind Jochims - Flüchtlingsbeauftragte der Nordkirche